3. Sprachmittler*innen

Bei alltäglichen Informationen oder Diskussionen ist es gut und wichtig, wenn Sie versuchen, Ihre Texte zumindest in Einfacher, wenn nicht sogar in Leichter Sprache verfassen zu lassen. Dies hilft auch Migrant*innen, die selbst mit wenig Deutschkenntnissen, besseren Zugang zu Informationen haben.

Es gibt allerdings komplexe Kommunikationen, z.B. im Gesundheits-, Bildungs- und Sozialbereich, in denen einfaches Deutsch nicht mehr ausreicht. Es können ernste Folgen drohen, wenn Inhalte nicht verstanden werden und Angaben und Wünsche nicht mitgeteilt werden können!
Dies betrifft unter anderem Aufklärung und Information über Rechte und Pflichten, Einwilligungen für Leistungen und Maßnahmen sowie Beratungsinhalte.
Mangelnde Verständigung kann auch dazu führen, dass kein ausreichendes Vertrauen für eine gute Beratungsbeziehung aufgebaut wird.

Deshalb kann es für den Abbau von Verständigungsbarrieren wichtig sein, Sprach- und Kulturmittler*innen oder ausgebildete Dolmetscher*innen mit einzubeziehen.

Häufig werden Verwandte, Freund*innen oder Kinder der Ratsuchenden als Dolmetschende genutzt. Sie sind nicht immer die beste Wahl, wenn es um persönliche Inhalte geht. Geeignete Personen finden sich über die Kommune oder Migrationsberatungsstellen vor Ort.

Hier finden Sie eine Broschüre der Diakonie Deutschland zum Dolmetschen im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen. Lesen Sie hier bitte die Seiten 12-15, um die Qualitätsstandards für die Tätigkeit von Dolmetschenden zu verstehen.

Zuletzt geändert: Dienstag, 26. Januar 2021, 19:18