4. Framing

Zeichnung von: Hala Ismaeil und Ziead Zankello

Ob ein Glas mit Wasser als halbvoll oder als halbleer empfunden wird, ist eine Frage der Sichtweise.
Mit dem Erwerb von Sprache bilden sich in unserem Denken Frames = Deutungsrahmen, die unsere Sichtweise bestimmen. Sprache beeinflusst unser Denken und Handeln – wann und wie es passiert, ist uns nicht immer bewusst. Eine negative oder eine positive Deutung einer sachlichen Information, kann durch die Wahl eines sprachlichen Rahmens erreicht werden.
Die Empfänger*innen der Botschaft werden dadurch in ihrer Sichtweise, Haltung, Befindlichkeit oder Motivation beeinflusst.

Schauen Sie sich bitte folgendes Video an (ca. 3 Minuten), um die Wirkungsweise des Framings zu verstehen:

Problematisch wird die Arbeit mit bestimmten Frames, wenn sie instrumentalisiert wird, um z.B. politisch oder gesellschaftlich eine gewünschte Stimmung zu erzeugen.

Die Süddeutsche Zeitung hat im Jahr 2018 eine Framing-Check-Reihe begonnen und prüft Begriffe, die in der Migrationsdebatte verwendet werden auf ihre politische Verwendung. Im Folgenden haben wir zwei Beispiele für Sie herausgeschrieben. Lesen Sie sich eines davon durch, wenn nicht sogar beide, um einen Einblick in die problematische Seit von Frames zu erhalten.

Beispiel "Flüchtlingswelle" oder Beispiel "Asyltourismus".

Im Anschluss können Sie zum Abschnitt Bilder weitergehen.

Zuletzt geändert: Montag, 30. März 2020, 12:11