1. Einführung: Soziale Wahrnehmung

 Wir nehmen Dinge und Personen aufgrund der persönlichen Sichtweise wie durch einen persönlichen Filter wahr (die „eigene Brille“).

Was durch die „eigene kulturelle Brille“ gesehen wird, wird von den Werten und Normen beeinflusst, die im Laufe der eigenen Sozialisation verinnerlicht wurden. Zusätzlich werden durch eigene Erfahrungen, sowie gelesene und gehörte Geschichte über Menschen, Bevölkerungen oder Orte, persönliche Einstellungen erworben, die ebenfalls die Deutung und Beurteilung dessen beeinflussen, was wir wahrnehmen. Dies geschieht sogar,wenn wir von Bekannten über deren Erfahrungen hören.

Da jeder seine eigene Sicht der Wirklichkeit hat, gibt es keine absolute Realität. Je besser wir jedoch unsere Werte und Einstellungen reflektieren und kennen, desto klarer und unvoreingenommener kann das Bild werden, das wir uns von Dingen oder Personen machen.

Der Begriff Soziale Wahrnehmung bezieht sich auf die Wahrnehmung von Menschen[1]als subjektive Wahrnehmung einer oder mehrerer Personen und Gruppen bei gleichzeitiger Interpretation ihres Verhaltens oder Erlebens, sowie die Wahrnehmung von Situationen und Sachverhalten.



[1] vgl. auch Stanjek, Karl (Hrsg.) (2009): Altenpflege Konkret: Sozialwissenschaften, München, Urban und Fischer, 4. Auflage, S.43

*Beispiele aus: Zur Debatte um Flüchtlinge und Zuwanderung. Argumente gegen rassistische Vorurteile. Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus Schleswig-Holstein

Faktoren, die die soziale Wahrnehmung zum Teil stark beeinflussen, finden Sie in der Datei "Was meine Sichtweise beeinflusst.Stereotype und Vorurteile".

Zuletzt geändert: Dienstag, 23. Juni 2020, 19:28