2. Die Gefahr mit den Stereotypen, Klischees und Vorurteilen

Im vorherigen Abschnitt wurde über unsere soziale Wahrnehmung gesprochen, und wie sie sich durch Stereotype und Vorurteile beeinflussen lässt. Eine klare Differenzierung zwischen Stereotypen und Vorurteilen wurde vorgenommen. In diesem Abschnitt erklärt die Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie in einem ihrer berühmten TED Talks: "The Danger of a single story", wie Stereotype bzw. Klischees entstehen. Sie zeigt auf, wie gefährlich es ist, Stereotype und Klischees als totale Wahrheit zu nehmen, ohne sie zu reflektieren. Für sie entstehen Klischees durch "einzelne Geschichten", die wir von bestimmten Menschen hören oder lesen. Wir greifen diese einzelnen Geschichten auf und bilden damit unsere Stereotype. 

Und wie Chimamanda betont, alle Menschen sind aus unterschiedlichen Geschichten geformt. Deswegen ist es gefährlich, Menschen aufgrund von Stereotypen als Menschen mit einer "einzigen Geschichte" wahrzunehmen – nicht, weil Stereotype unwahr sind, sondern weil sie unvollständig sind. Und noch wichtiger, die einzelnen Geschichten, die diese Stereotype bilden, sind oft nach dem "Machtprinzip" verbreitet. Ein Prinzip, dass "der Andere schlechter als wir dasteht". Deswegen entstehen Stereotype oft aus negativen einzelnen Geschichten.

Als Fazit es ist wichtig, dass wir unsere Stereotype, Klischees und Vorurteile reflektieren. Ein Tipp von Chimamda Ngozi Adichie zum Abbauen von Stereotypen und Klischees ist, dass wir nie vergessen, dass es "niemals für Menschen oder Orte nur eine einzige Geschichte gibt".

Mehr über diese Reflektion von Chimamda Ngozi Adichie finden Sie in dem empfehlenswerten TED Talk mit deutschen Untertiteln: "the danger of a single story" und hier in der deutschen Übersetzung. 

Zuletzt geändert: Sonntag, 14. Juni 2020, 23:49